Projekt- und Entscheidungsordnung

    • Offizieller Beitrag

    Grundlage der Regelwerke

    Alle Regelwerke des Revival Gaming Network orientieren sich inhaltlich an den historischen Regelwerken des ursprünglichen RGN-Projekts und greifen deren grundlegende Spielprinzipien, Regelgedanken und Strukturen auf.

    Sämtliche für Revival Gaming Network veröffentlichten Regelwerke werden jedoch eigenständig geprüft, überarbeitet, neu strukturiert und an den heutigen Projektstand sowie die technischen und organisatorischen Gegebenheiten von RGN angepasst.

    Eine Regelung muss daher nicht wortgleich mit einer früheren Regel des ursprünglichen Projekts sein. Maßgeblich sind ausschließlich die aktuell auf Revival-Gaming.de veröffentlichten Fassungen.

    Revival Gaming Network versteht sich als eigenständiges Revival-Projekt. Aus der Orientierung an früheren Regelwerken ergibt sich keine offizielle Verbindung, Rechtsnachfolge oder Identität mit dem ursprünglichen RGN-Projekt oder dessen damaligen Betreibern.


    Diese Ordnung beschreibt die grundlegenden Entscheidungswege innerhalb des Revival Gaming Network und legt fest, wie verbindliche Projektentscheidungen zustande kommen.

    Sie dient dazu, Zuständigkeiten nachvollziehbar zu regeln und sicherzustellen, dass wichtige Entscheidungen nicht willkürlich oder ohne ausreichende Beteiligung getroffen werden.


    1. Verantwortungsbereiche

    Die operative Leitung des Projekts liegt bei der Projektleitung sowie den hierzu berechtigten Mitgliedern der Administration.

    Nicht jedes Teammitglied ist automatisch an projektweiten Entscheidungen beteiligt. Die jeweiligen Beteiligungs- und Stimmrechte richten sich nach Funktion, Rang und Aufgabenbereich.

    Mitglieder ohne Stimmrecht können zu Beratungen hinzugezogen werden und ihre Einschätzung einbringen.


    2. Der Leitungskreis

    Für grundsätzliche Entscheidungen des Projekts tritt der entscheidungsberechtigte Teil der Administration als Leitungskreis zusammen.

    Der Leitungskreis behandelt insbesondere:

    - grundlegende Änderungen der Projektstruktur,
    - wichtige Änderungen von Regelwerken,
    - Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen,
    - interne Grundsatzfragen,
    - außergewöhnliche administrative Sachverhalte.

    Jede stimmberechtigte Person verfügt über eine Stimme.

    Entscheidungen sollen nicht von einzelnen Personen getroffen werden, wenn eine gemeinsame Beratung ohne unverhältnismäßige Verzögerung möglich ist.


    3. Reguläre Beschlüsse

    Für gewöhnliche Entscheidungen genügt grundsätzlich die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.

    Eine verbindliche Abstimmung setzt voraus, dass eine angemessene Anzahl stimmberechtigter Mitglieder beteiligt wurde.

    Bei besonders weitreichenden Entscheidungen sollen mindestens drei stimmberechtigte Personen an der Entscheidung beteiligt sein.

    Stimmengleichheit führt grundsätzlich dazu, dass ein Antrag zunächst nicht angenommen ist und zu einem späteren Zeitpunkt erneut behandelt werden kann.


    4. Änderungen grundlegender Projektregeln

    Regelungen, die die grundlegende Organisation oder Entscheidungsstruktur des RGN betreffen, sollen nicht kurzfristig geändert werden.

    Ein entsprechender Vorschlag muss allen stimmberechtigten Mitgliedern zugänglich gemacht werden.

    Für solche Änderungen ist eine qualifizierte Mehrheit erforderlich.

    Eine Änderung gilt als angenommen, wenn mindestens zwei Drittel der abgegebenen Stimmen dafür abgegeben wurden.

    Den Stimmberechtigten muss ausreichend Zeit zur Prüfung und Abstimmung eingeräumt werden. Die Projektleitung kann hierfür eine konkrete Frist festlegen.

    Beschlossene Änderungen gelten erst ab ihrer Bekanntgabe.


    5. Änderungen gewöhnlicher Regelwerke

    Serverregeln, Community-Regeln und administrative Richtlinien können im regulären Entscheidungsverfahren geändert, ergänzt oder aufgehoben werden.

    Soweit keine besondere Regelung besteht, genügt hierfür die einfache Mehrheit.

    Wesentliche Änderungen, die Spieler unmittelbar betreffen, sind nach Abschluss der Entscheidung öffentlich bekanntzugeben.


    6. Dringende Maßnahmen

    Es können Situationen entstehen, in denen eine Entscheidung erforderlich ist, bevor ein reguläres Verfahren durchgeführt werden kann.

    In solchen Fällen darf ein hierzu berechtigtes Administrationsmitglied eine vorläufige Maßnahme treffen, sofern ein Abwarten zu erheblichen Problemen für den Serverbetrieb, die Community oder das Projekt führen würde.

    Vorläufige Maßnahmen dürfen nur so weit gehen, wie es zur Bewältigung der jeweiligen Situation notwendig ist.


    7. Befristete Sondermaßnahmen

    Ist bereits bei Einführung einer Maßnahme absehbar, dass sie nur kurzfristig benötigt wird, kann sie zeitlich begrenzt in Kraft gesetzt werden.

    Die Dauer muss sich am tatsächlichen Zweck der Maßnahme orientieren.

    Solche Regelungen sollen nach Wegfall des Anlasses unverzüglich beendet werden.

    Sind mehrere entscheidungsberechtigte Administrationsmitglieder verfügbar, soll eine gemeinsame Abstimmung erfolgen.


    8. Vorläufige Regelungen mit längerer Wirkung

    Muss außerhalb des regulären Verfahrens eine Regelung eingeführt werden, die voraussichtlich über einen kurzfristigen Zeitraum hinaus gelten soll, darf dies nicht durch eine einzelne Person allein erfolgen.

    Mindestens zwei hierzu berechtigte Mitglieder der Administration müssen an der Entscheidung beteiligt sein.

    Eine solche Regelung gilt zunächst vorläufig.

    Sie muss anschließend im regulären Leitungskreis geprüft werden.

    Wird sie nicht bestätigt, tritt sie außer Kraft.


    9. Überprüfung außergewöhnlicher Entscheidungen

    Jede außerhalb des regulären Verfahrens getroffene Entscheidung kann nachträglich überprüft werden.

    Stellt sich heraus, dass eine Maßnahme:

    - nicht erforderlich,
    - unverhältnismäßig,
    - sachlich unbegründet oder
    - mit anderen verbindlichen Projektregeln unvereinbar

    war, ist sie zu korrigieren oder aufzuheben.

    Bereits entstandene Folgen sollen rückgängig gemacht werden, soweit dies praktisch möglich und sinnvoll ist.


    10. Bekanntgabe neuer Regelungen

    Regeln, die Spieler oder andere Mitglieder der Community betreffen, müssen auf einem offiziellen Kommunikationsweg bekanntgegeben werden.

    Dazu können insbesondere gehören:

    - das RGN-Forum,
    - Mitteilungen auf dem Gameserver,
    - offizielle Ankündigungen,
    - die MOTD,
    - weitere ausdrücklich vorgesehene RGN-Kanäle.

    Eine interne Entscheidung allein genügt nicht, um einen Spieler wegen einer neuen Regel zu bestrafen, wenn dieser noch keine angemessene Möglichkeit hatte, von ihr Kenntnis zu nehmen.


    11. Keine rückwirkenden Sanktionen

    Für die Beurteilung eines Verhaltens gelten grundsätzlich die Regeln, die zum Zeitpunkt des betreffenden Vorgangs gültig waren.

    Eine nachträglich eingeführte oder verschärfte Regel darf nicht verwendet werden, um bereits zuvor abgeschlossenes Verhalten rückwirkend zu bestrafen.


    12. Rechtliche Verantwortung

    Die organisatorische Entscheidungsfreiheit des Teams endet dort, wo gesetzliche Verpflichtungen oder erhebliche rechtliche Risiken für den Betreiber des Projekts entstehen.

    Der rechtlich verantwortliche Betreiber kann die Umsetzung einer Entscheidung stoppen, wenn hierfür ein konkreter rechtlicher oder vergleichbar schwerwiegender Grund besteht.

    Ein solcher Eingriff muss sachlich begründet sein und darf nicht dazu dienen, gewöhnliche interne Entscheidungen willkürlich zu kontrollieren.


    13. Vertrauliche Projektinformationen

    Nicht jedes Mitglied der Administration erhält automatisch Zugriff auf sämtliche internen Informationen.

    Insbesondere folgende Informationen dürfen auf einen ausdrücklich berechtigten Personenkreis beschränkt werden:

    - Finanzinformationen,
    - Verträge,
    - Zugangsdaten,
    - personenbezogene Verwaltungsdaten,
    - sicherheitsrelevante Informationen,
    - interne Projektunterlagen.

    Der Zugriff richtet sich nach dem tatsächlichen Aufgabenbereich.


    14. Dokumentation wichtiger Entscheidungen

    Wesentliche Projektentscheidungen sollen so dokumentiert werden, dass später nachvollzogen werden kann:

    - was entschieden wurde,
    - wann die Entscheidung getroffen wurde,
    - wann sie wirksam wurde,
    - ob eine spätere Änderung erfolgt ist.

    Eine Veröffentlichung interner Abstimmungsdetails ist hierfür nicht zwingend erforderlich.


    15. Unklare oder nicht geregelte Fälle

    Entsteht eine Situation, für die diese Ordnung keine eindeutige Lösung vorsieht, trifft die Projektleitung erforderlichenfalls eine vorläufige Entscheidung.

    Handelt es sich um eine Frage von grundsätzlicher oder wiederkehrender Bedeutung, soll anschließend eine dauerhafte Regelung geschaffen werden.

  • varreZ 22. September 2026 um 11:07

    Hat das Thema geschlossen.
  • varreZ 22. September 2026 um 11:29

    Hat den Titel des Themas von „Projektordnung / Grundordnung“ zu „Projekt- und Entscheidungsordnung“ geändert.

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